Uwe Dorendorf

Rot-Grün bremst Niedersachsens Wälder aus

CDU-Landtagsabgeordneter Dorendorf: „Was die Koalition beschlossen hat, ist die Beschreibung des Status quo in Antragsform. Verwaltung statt Gestaltung!“

Die CDU-Landtagsfraktion hat sich im Mai-Plenum des Niedersächsischen Landtages für eine stärkere Unterstützung der privaten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in Niedersachsen eingesetzt. Hintergrund sind die zunehmenden Her ausforderungen durch den Klimawandel.

Uwe Dorendorf (CDU) ist Mitglied des Nds. Landtages (Wahlkreis 47, Elbe) und Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Uwe Dorendorf (CDU) ist Mitglied des Nds. Landtages (Wahlkreis 47, Elbe) und Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

„Über die Hälfte der niedersächsischen Waldfläche – rund 690.000 von insgesamt 1,2 Millionen Hektar – befindet sich in privatem Eigentum. Viele Waldbesitzer engagieren sich mit großer Leidenschaft für ihre Wälder. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen stetig – vom klimaresilienten Waldumbau bis hin zu bürokratischen Vorgaben und volatilen Holzmärkten“,  erklärt Uwe Dorendorf, Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Besonders der kleinstrukturierte Privatwald stehe angesichts von Trockenheit, Extremwetterereignissen und Borkenkäferbefall unter Druck. Ohne gezielte Förderung und fachkundige Begleitung geraten viele Waldbesitzer an ihre Grenzen. Deshalb müssen wir die bestehenden Strukturen stärken und neue Unterstützungsangebote schaffen“, so Dorendorf weiter.

Bereits im März vergangenen Jahres legte die CDU-Fraktion ihren Antrag mit konkreten Reformvorschlägen vor, der neben der Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse auch die Förderung von Waldpflegeverträgen in Niedersachsen sowie die modellhafte Erprobung neuer Management- und Pachtmodelle im Privatwald vorsieht, um kleinere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer besser zu unterstützen. Kurz vor der abschließenden Beratung legten SPD und Grüne dann einen eigenen, nach CDU-Ansicht deutlich schwächeren, Gegenantrag vor, der schließlich mit den Stimmen der Regierungsfraktionen angenommen wurde. Für Dorendorf eine vertane Chance: „Unser Antrag hat immerhin bewirkt, dass das Thema überhaupt auf die Tagesordnung kam. Doch was die Koalition beschlossen hat, ist die Beschreibung des Status quo in Antragsform. Verwaltung statt Gestaltung.“ Statt konkreter Umsetzungsschritte bleibe der Koalitionsantrag weitgehend unverbindlich und setze vor allem auf Prüfaufträge statt auf konkrete Maßnahmen. Ob bei Fördertatbeständen, Pachtmodellen oder dem Engagement auf Bundesebene – eigene Initiativen seien kaum erkennbar. Dorendorf resümierte in der Landtagsdebatte: „Wir wollen handeln. Sie wollen prüfen. Wir wollen verändern. Sie wollen verwalten.“