Die privaten Waldbesitzer, vertreten durch den Waldbesitzerverband Niedersachsen und den Familienbetriebe Land & Forst e.V., kritisieren zu Recht, dass sie bisher nicht an der Gestaltung des „Niedersächsischen Wegs“ beteiligt waren. Das muss sich ändern. Es gilt im nächsten Schritt, die Rahmenvereinbarung zu konkretisieren und mit Leben zu füllen. Dazu brauchen wir das Wissen, das Engagement und die Erfahrung der privaten Waldbesitzer: Wir müssen diese wichtigen Akteure jetzt mitnehmen auf den „Niedersächsischen Weg“!

Zum Hintergrund: Fast 60% der niedersächsischen Waldfläche sind im Privatbesitz, zumeist in den Händen bäuerlicher Familien. Seit Generationen bewirtschaften sie ihre Familienwälder nachhaltig und halten Ökonomie, Ökologie und soziale Werte im Gleichgewicht. Ihrem verantwortungsvollen Handeln ist es zu verdanken, dass der Standard der biologischen Vielfalt in den privaten Wäldern besonders hoch ist. Sie suchen überdies aktiv nach neuen Möglichkeiten, ihre Wälder gesund und robust zu halten, z.B. durch die Aufforstung mit Baumarten wie Douglasie und Roteiche, die dem sich verändernden Klima angepasst sind.