Das schont den Grundwasservorrat: Mit Abwasser aus der Kläranlage der Wolfsburger Entwässerungsbetriebe (WEB) werden 1500 ha landwirtschaftlicher Flächen beregnet. Das restliche Klärwasser wird in Flächen und Gräben abgeleitet und trägt dadurch ebenfalls dazu bei, den Grundwasserspiegel in der Region zu erhöhen. Der NLWKN als zuständige Behörde bemängelt allerdings, dass durch die Abwasserverregnung Spurenstoffe von Arznei- und Röntgenkontrastmitteln in die Gewässer gelangen und will in diesem Zusammenhang die Wirkung einer zusätzlichen vierten Reinigungsstufe untersuchen. Als Pilotanlage für eine wissenschaftliche Studie hierzu würde sich die Kläranlage der WEB gut eignen.

Beim Besuch der WEB durch Vertreter der Arbeitskreise Landwirtschaft und Umwelt führten Verbandvorsteher Ernst-Dieter Meinecke und WEB-Vorstand Dr. Gerhard Meier durch den Betrieb und erklärten, wie die Anlage arbeitet.

Trotz technischer Machbarkeit muss berücksichtigt werden, dass der Ackerbau aufgrund des Klimawandels mehr und mehr auf ausreichende Beregnung angewiesen ist. Für das Gedeihen der Feldfrüchte ist die Abwasserverregnung jedenfalls unbedenklich: schon nach drei Klärstufen sind nur noch 3% Spurenstoffe im Grundwasser nachweisbar, in den Pflanzen lagern sich nachweislich keinerlei Rückstände an.