Mit dem Niedersächsischen Umweltausschuss war ich in Remlingen unterwegs. Hier liegt die Schachtanlage Asse II, Teil eines ehemaligen Kali- und Steinsalzbergwerkes. Bundesweit bekannt geworden ist „die Asse“ als mögliches Endlager für radioaktive Abfälle. In den siebziger Jahren hat man hier ein Endlager errichtet und in dieser Zeit rund 47.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingelagert.  

Das Kernenergie-Zeitalter hat uns mit den radioaktiven Abfällen ein schweres Erbe hinterlassen – seit 1988 dringt Grundwasser in den Schacht ein. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), die die Schachtanlage Asse II betreibt, hat deshalb den Auftrag erhalten, die radioaktiven Abfälle zurückzuholen. Die Experten vor Ort planen bis 2021 zwei Erkundungsbohrungen, um die geologische und hydrogeologische Situation zu klären und Erkenntnisse über den Aufbau des Deckengebirges am Übergang zum Salzgestein zu gewinnen. Besonders wichtig ist es, die genaue Lage von Grundwasser führenden Schichten zu bestimmen. Dadurch soll verhindert werden, dass es zu einem unkontrollierten Lösungszutritt und damit zu einem „Absaufen“ der Schachtanlage kommt.

Das Gespräch mit den Fachleuten war für uns als Umweltausschussmitglieder sehr wichtig, denn das Thema wird uns noch lange Zeit begleiten.  

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