Das Thema Impfzentrum ist gerade in aller Munde – hier bei uns im Landkreis Lüchow-Dannenberg ist der Unmut groß darüber, dass wir kein eigenes Impfzentrum bekommen sollen, sondern zum Impfen nach Uelzen fahren müssen.

Ich konnte mich mit Herrn Staatssekretär Scholz in Hannover über das Thema unterhalten und möchte Ihnen an dieser Stelle ein paar Hintergrundinformationen liefern. Der bundesweite Masterplan sieht vor, dass je 150.000 Einwohner ein Impfzentrum eingerichtet wird. Mit unseren gut 48.000 Einwohnern kommen wir nicht einmal annähernd auf diese Zahl. Selbst mit dem Landkreis Uelzen zusammen unterschreiten wir noch die Marke von 150.000 Einwohnern.

Angedacht ist deshalb, dass wir ca. im Frühjahr 2021 ein mobiles Impfzentrum bekommen können. Warum noch nicht heute? Das Land Niedersachsen erhält als Erstausstattung ein Kontingent von gerade einmal 300.000 Impfdosen – bei zwei Impfungen pro Person entspricht das 150.000 Menschen, die entsprechend der Prioritätenliste sehr zeitnah geimpft werden können – landesweit. Wir kommen damit nicht auf eine Größenordnung, die ein Impfzentrum mindestens versorgen müsste.

Der zweite Knackpunkt ist: Die Impfeinheiten müssen bei -70°C gelagert werden. Das ist ein großes logistisches Problem. Selbst in den Universitätskliniken ist diese Lagerung nicht möglich, weil nicht einmal dort Kühlmöglichkeiten in ausreichendem Umfang bestehen, um diese großen Mengen Impfeinheiten lagern zu können.

Wir hoffen daher, dass wir in 2-3 Monaten einen anderen Impfstoff bekommen, der einfacher zu handhaben ist und nicht diese besondere Kühlung braucht. Ein solcher Impfstoff kann dann auch in allen unseren Arztpraxen und Krankenhäusern verabreicht werden, so dass wir dann flächendeckend impfen können.

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