„Innovationsanker in der Region“

Solkau. „Mykorrhiza“ – so heißt die Lebensgemeinschaft zwischen Pflanzen und Pilzen. Für den Landkreis Lüchow-Dannenberg hat diese schwer auszusprechende Verbindung eine besondere Bedeutung: In Solkau bei Schnega werden „Mykorrhiza“ seit 2001 von der INOQ GmbH umgesetzt. Ein innovatives Projekt, das auch EU-Förderung erhielt und Forschung vor Ort ermöglicht. Grund genug für den Landtagsabgeordneten Uwe Dorendorf, sich den Betrieb am vergangenen Montag vor Ort anzuschauen.

Gründerin Dr. Carolin Schneider zeigte Uwe Dorendorf das Gelände, erklärte die Projekte. Das Institut für Pflanzenkultur wurde dabei schon 1995 mit dem Ziel gegründet, als Schnittstelle zwischen Forschung und Anwendung Entwicklungsarbeit im Bereich der pflanzlichen Biotechnologie und Jungpflanzenproduktion zu leisten. Inzwischen bietet der Betrieb Ausbildungsplätze in den Bereichen Pflanzentechnologe und Agrarwirtschaftlich Technischer Assistent an, forscht auch im Bereich Nachhaltigkeit für die Landwirtschaft.

Mit der Tochterfirma INOQ GmbH hat sich das Institut noch weiter spezialisiert – im Fokus stehen die sogenannten „Mykorrhiza“. Diese Lebensgemeinschaft zwischen Pflanzen und Pilzen soll zu einer besseren Ernährung und Wasserversorgung der Pflanzen beitragen – vor allem in nährstoffarmen Regionen.

Uwe Dorendorf zeigt sich nach seinem Besuch in zweierlei Hinsicht begeistert: Zum einen freut er sich, dass die INOQ GmbH als „Innovationsanker“ Strahlkraft für die gesamte Region habe. Zum anderen: „Hier werden zukunftsfähige Lösungen für Gartenbau und Landwirtschaft erarbeitet. Wege, mit denen wir mitunter auch den Folgen des Klimawandels begegnen könnten.“

Klima-Reise nach Kanada

Eine Woche lang ist Uwe Dorendorf mit dem Umwelt-Ausschuss in Kanada. Nach der Anreise am Sonntag standen Montags unter anderem ein gemeinsames Frühstück mit inhaltlicher Vorbereitung, Gespräche zum Thema  CO2-Steuer, Energieerschließung in Kanada und die Beteiligung der indigenen Bevölkerung auf dem Programm. Auf dieser Seite werden in den kommenden Tagen weitere Infos und Bilder hochgeladen.

Am Dienstag folgten zunächst Gespräche im Umwelt- und Klimaschutzministerium (ECCC), aufgeteilt in die Themenkomplexe Natur-, Artenschutz und CO2-Steuer sowie Klimaschutz und Energiewende. Während eines Mittagessens referierte Prof. Banu Örmeci, Director of Global Water Institute, Carleton University mit weiteren Wissenschaftlern zum Thema Plastikmüll in den Meeren. Am Nachmittag stand dann Kanadas Energiepolitik und LNG auf dem Tapet.

Auf in den weltberühmtenAlgonquin Park hieß es am Mittwoch. Dort wurde der Park den Abgeordneten mit einem Video, einem Rundgang durch die Ausstellung im Besucherzentrum einschließlich Diskussion über das Parkkonzept zunächst vorgestellt. Im Logging Museum gab es anschließend einen Vortrag und Diskussion mit Herrn Jamie MaRea von McRea Lumber (mittelständiger Betrieb in 4. Generation als Familienunternehmen) über Fragen des Ressourcenmanagements und der Rohstoffgewinnung im Algonquin Park.

„Konservative Werte betonen“

Gestern nahm Uwe Dorendorf an der Mitgliederversammlung des CDU-Kreisverbandes Lüneburg in Adendorf teil. In Anwesenheit von Lena Düpont und Kreisvorsitzendem Felix Petersen ging Dorendorf in seinem Grußwort auf den Kurs der Partei ein, mahnte, konservative Werte mehr zu betonen.

Den Dialog suchen

Mehrere Demonstranten sind gestern vor das Wahlkreisbüro Uwe Dorendorfs gezogen, um für eine intensivere Klimapolitik zu demonstrieren. Sie kritisieren, dass die Union in diesem Bereich zu inaktiv sei. Uwe Dorendorf stellte sich der Diskussion und räumte sich eine Stunde frei. Er gestand ein, dass in der Vergangenheit zu wenig getan worden sei – eine generelle Kritik an der Politik möchte er allerdings nicht gelten lassen. Deutschland habe bereits vieles umgesetzt, außerdem: Vor Ort werde in der nächsten Zeit viel getan: „Wir wollen beispielsweise den Bahntakt nach Lüneburg erhöhen. Außerdem fängt Klimaschutz bei sich selbst an.“ So verzichtet Dorendorf auf Plastiktüten und versuche Ressourcen zu schonen. Anregungen der Demonstranten möchte der Landtagsabgeordnete mit in die Kreistagsfraktionssitzung nehmen.

Land-Sterben verhindern

Was ist zu tun, damit ländliche Räume im ehemaligen Zonenrandgebiet nicht immer weiter ausbluten? Um Fragen, wie diese, zu klären, hat heute die Kulturbrauerei Wendland zur Veranstaltung „Heimat zu verkaufen – von sterbenden Dörfern“ eingeladen. Uwe Dorendorf und zahlreiche Kommunalpolitiker nahmen teil. Vor einer intensiven Diskussion referierte Michael Pöhnlein, Bürgermeister aus Oberfranken, über seine kreativen Ideen für strukturschwache Regionen.

„Elbbrücke muss kommen!“

Am vergangenen Donnerstag sind mehrere Landtagsabgeordnete Uwe Dorendorfs Einladung nach Neu-Darchau gefolgt. Dort trafen sich Befürworter der geplanten Elbbrücke mit Kommunalpolitikern. Zweck des Treffens sei es gewesen, das Projekt parteiübergreifend auf die Tagesordnung zu hieven. „Wir müssen um Unterstützung im Landtag werben“, so Dorendorf.

Viele Kommunalpolitiker freuten sich über die Einladung. Sie hoffen, dass die Große Koalition in Hannover nun in die ernsthafte Planung einsteigt. Hoffnung setzen sie vor allem in die wirtschaftliche Entwicklung der Region. In den beidseits der Elbe gelegenen ländlichen Regionen würde eine Brückenverbindung vor allem eine weitere wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen. Nicht nur Amt-Neuhaus, sondern auch die links- und rechtselbischen Anrainerregionen – teilweise auch Westmecklenburgs – hätten durch die Errichtung einen infrastrukturellen Vorteil.

Auf dem vergangenen CDU-Landesparteitag hatten sich die Delegierten mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Landesregierung zum Bau der Brücke aufzufordern. Uwe Dorendorf setzt sich seither für den Bau ein, untermauert seine Forderungen: „Ein Abstand der beiden nächstgelegenen, festen Elbquerungen Lauenburg und Dömitz von circa 75 Kilometern ist unverhältnismäßig. Soziale und kulturelle Kontakte, die kurz nach der Wende
elbüberschreitend sehr intensiv waren, haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten unter dem Fehlen einer Brücke erheblich gelitten. Wir sollten mehr Brücken und weniger Mauern bauen.“ Auch für die öffentliche Versorgung durch Polizei und Rettungsdienste hätte die kürzere Verbindung gravierende Vorteile, so Dorendorf.

Doch: Die Brücke stößt nicht nur auf Gegenliebe. In Neu-Darchau hat sich eine Bürgerinitiative gegen das Bauwerk formiert. Dorendorf möchte sich damit auseinandersetzen: „Natürlich bedeuten solche Bauprojekte immer auch Nachteile aufgrund von Durchgangsverkehr und Einschnitten in die Natur.“ Der Landtagsabgeordnete sei sich sicher, einen guten Mittelweg für das Bauwerk zu finden, sodass Belange der Anwohner auf der einen und Interessen der gesamten Region auf der anderen Seite in einen angemessenen Ausgleich gebracht werden können. Der Landtagsabgeordnete zeigt sich gesprächsbereit, hofft auf einen Dialog mit den Gegnern: „Meine Telefonnummer ist im Internet zu finden.“

Breites Spektrum bei Fraktions-Klausur

Von Montag bis zum heutigen Mittwoch nahm Uwe Dorendorf an der Klausurtagung der Niedersächsischen Landtagsfraktion in Verden teil. Auf das Tapet kamen diverse Themen: Mit einem 10-Punkte-Papier soll ein roter Faden für eine moderne Städte- und Wohnungsbaupolitik in Niedersachsen geschaffen werden. „Wir sagen der Wohnungsnot den Kampf an!“, so Dorendorf. Zudem soll es Bonusleistungen für Beamten geben – ab 2020 möchte das Land 80 Millionen mehr pro Jahr ausschütten. Das sind 300 Euro mehr für Berufstätige und 200 Euro für Pensionäre. Ein weiterer Themen-Schwerpunkt: Die Digitalisierung. Uwe Dorendorf möchte hier auf die ländlichen Räume besonderen Wert legen.