Tour de Flur und Bad-Eröffnung

Ein ereignisreiches Wochenende brachte Uwe Dorendorf quer durch seinen Wahlkreis. Heute besuchte er unter anderem die Eröffnung des neuen Waldbades Wittfeitzen und stattete dem Hof Christensen in Oldendorf im Rahmen der Tour de Flur einen Besuch ab. In Wittfeitzen lobte Dorendorf das Engagement der Bürger, betonte, dass Dorfgemeinschaften durch gemeinsames Anpacken in Zeiten von Digitalisierung und Individualisierung zusammenwachsen würden. Das Waldbad in Wittfeitzen konnte nur durch das Anpacken unzähliger Bürger entstehen.

Kramp-Karrenbauer in Lüneburg

Gestern nahm Uwe Dorendorf an einer Veranstaltung im Lüneburger Hotel Bergström teil. Am Rande konnte er dabei ein Gespräch mit Annegret Kramp-Karrenbauer führen. In Lüneburg stehen mehrere Wahlen an. Als Landrats-Kandidat bewirbt sich Jens Böther, Andreas Gerke ist BM -Kandidat in Amt Neuhaus, Christina von Mirbach BM-Kandidatin in Adendorf und Laars Gerstenkorn Samtgemeinde-BM-Kandidat in Scharnebeck. Ebenfalls dabei waren Bernd Althusmann und Europa-Kandidatin Lena Düpont.

Uwe Dorendorf live im Plenum: „Wildbienen schützen“

Viele Wildbienen-Arten sind vom Aussterben bedroht. Die CDU-Fraktion sieht Handlungsbedarf und hat deswegen gestern einen Antrag mit verschiedenen Maßnahmen zum Schutz der Wildbienen ins Plenum eingebracht. Uwe Dorendorf stellte in seiner Rede klar, dass nicht alleine Landwirte in der Pflicht seien. „Der erste Schritt wird im eigenen Vorgarten gesetzt“, sagte der Landtagsabgeordnete und spielte damit auf Steingärten an, die inzwischen 15 Prozent der Vorgärten ausmachen. Außerdem sollen die Kommunen Regelungen erlassen, die Gärten Wildbienen-freundlicher machen und kommunale Flächen entsiegeln.

Hier gibt es die Rede in Video-Form: https://www.facebook.com/UD.CDU/

Hier die Rede im Wortlaut:

Sehr geehrter Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Bienen sind wichtig. Blühende Wiesen und ein reich gedeckter Tisch sind keine Selbstverständlichkeit – sondern: All das haben wir der Bestäubung zu verdanken. Sogar die Gründer des Bürgerlichen Gesetzbuches waren sich schon im Jahr 1900 der Wichtigkeit der Bienen bewusst und haben deswegen die Imkerei mit einer eigenen Norm bedacht: Paragraph 961 BGB – Eigentumsverlust bei Bienenschwärmen.

Aber diese kleine Anekdote mal bei Seite gelassen – Das Bienensterben ist ein großes Problem und deswegen wollen wir uns mit diesem Antrag für die Wildbienen stark machen. In Sachen Wildbienen ist definitiv mehr Umweltschutz nötig. Um die Relevanz dieses Themas einmal zu verdeutlichen, ein paar Zahlen: In Deutschland leben etwa 580 verschiedene Wildbienenarten. 197 davon sind gefährdet. 31 Arten sind gar vom Aussterben bedroht. Das sind Zahlen, meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen, die sind bedrohlich, die können Szenarien mit einem langen Rattenschwanz auslösen. Doch wie sollten wir reagieren?

Es gibt hier einige Ecken im Plenum, da gucke ich mich jetzt mal eben um und sehe schon die entsprechenden Lippenbewegungen: „Das Problem muss die Landwirtschaft lösen!“ Nein, meine sehr verehrten Kolleginnen und Kollegen, in diesem Punkt werden wir den Landwirten ganz gewiss nicht schon wieder den schwarzen Peter zuschieben!

Es gibt auch noch andere Menschen in unserem schönen Niedersachsen, die man mal verantwortlich machen sollte! Gerade deswegen gefällt mir unser Antrag so gut. Er setzt nicht nur bei einer einzigen Berufsgruppe an, sondern er nimmt auch die anderen Akteure in die Pflicht. Es sind nicht nur die Landwirte, die tätig werden müssen. Ich bitte doch mal den ein oder anderen Abgeordneten hier, seinen Blick in den eigenen Garten zu werfen. In privaten Gärten werden reichlich chemisch-synthetische Plflanzenschutzmittel eingesetzt – zum Leidwesen der Wildbienen. Wenn ich meinen Sonntags-Spaziergang durch die Nachbarschaft antrete, dann sehe ich in den Vorgärten vieles. Aber zu wenig Grünes. Ich sehe viel Beton, ich sehe viele Fliesen, ich sehe viele Pflastersteine und ich sehe viele Schottergärten.

Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen, sage und schreibe 15 Prozent der deutschen Vorgärten sind versiegelt. Hier gibt es für Bienen rein gar nichts zu holen. Und da wollen Sie einzig und alleine die Landwirte zur Rechenschaft ziehen? Ich finde, wir machen das gut, wir fordern ganz zu recht: In Zusammenarbeit mit den Kommunen sollten wir zum einen Aufklärungsarbeit leisten und auf die negativen Auswirkungen versiegelter Gärten hinweisen. Zum anderen sollten wir bei Neubaugebieten  stärker darauf achten, dass die vorhandenen Vorschriften, eingehalten werden. Damit  Schottergärten gar nicht erst entstehen. Natürlich ist auch noch bei der Landwirtschaft Luft nach oben, aber man muss die verschiedenen Perspektiven sehen. Und wenn ich die Perspektive eines Großstädters einnehme, hier vielleicht mal vor oder nach der Plenarsitzung durch Hannover gehe, dann sehe ich: Auch hier ist noch viel zu machen. Flächen entsiegeln, Blühflächen einrichten – dazu sollten wir die Kommunen ermutigen. Honigbienen haben Imker, Wildbienen nicht. Wildbienen benötigen die „ Eh da Flächen. Eh da Flächen sind Flächen die eh da sind, aber nicht optimal im Sinne der Biodiversität genutzt werden : kommunal privat    und – landwirtschaftlich. Jeder kann helfen, jeder zählt.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, dieser Antrag enthält viele gute Maßnahmen, die einem multiperspektivischem Ansatz gerecht werden und nicht nur den Landwirten den schwarzen Peter zuweisen.

Vielen Dank!

 

Bereisung „ForGen“

Heute reiste Uwe Dorendorf mit dem Arbeitskreis Umwelt nach Hamburg. Es stand eine  Bereisung zur Forensischen Genetik für Rechtsmedizin am Institut für Hämatopathologie an.

Nach dem Besuch äußerte sich der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Martin Bäumer wie folgt zum Thema DNA-Spurensicherung beim Wolf:

„Es macht mit Blick auf den Wolf in Niedersachsen schon nachdenklich, wenn man von Experten erfährt, welche Möglichkeiten die Forensik heute bietet. Wenn betroffenen Tierhaltern erklärt wird, dass die mutmaßliche Wolfs-DNA wegen äußerer Einflüsse wie Regen oder Sonne nicht verwertbar sei, dann ist das rechtsmedizinisch nicht haltbar. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand, denn auch Mordfälle können nach über 30 Jahren noch gerichtsfest aufgeklärt werden. Fragen sind daher auch im Fall des „Rotenburger Gärtners“ angebracht: Bei jedem Kleinkind, das von einem Haushund gebissen wird, wird sofort die Rechtsmedizin eingeschaltet. Hier aber haben Mitarbeiter des niedersächsischen Wolfsbüros die genetischen Spuren dokumentiert. Das muss sich ändern, weil allein schon durch die unsachgemäße Spurensicherung und ihren Transport eine Kontamination mit anderen Spuren möglich ist. Darüber hinaus sind gerichtsfeste Proben besonders bei Rissen durch Hunde von Bedeutung, da es den Geschädigten ermöglicht, Verursacher und Halter zu ermitteln und Schadensersatz zu fordern. Es wird Zeit, die Spurensicherung künftig in professionelle Hände zu geben. Auch die Behauptung des Senckenberg-Institutes, dass es in Deutschland keine Hybrid-Wölfe gäbe, ist nach unserem Gespräch in Hamburg nicht aufrechtzuerhalten. Hybrid-Wölfe sind in Schweden, Frankreich, Italien und Polen nachgewiesen. Dass Deutschland vor dem Hintergrund der Migration polnischer Wölfe hierbei eine Ausnahme bildet, halte ich für äußerst fragwürdig.“