Ein Tag in der Elbtalaue

„Wir müssen mehr mit unseren Pfunden wuchern.“ Das ist Uwe Dorendorfs Fazit nach einem Tag quer durch das Biosphärenreservat Elbtalaue. Seine dritte Sommerreise hat der Landtagsabgeordnete passend zu seiner Arbeit im Umweltausschuss der Flora und Fauna im heimischen Wahlkreis gewidmet. Auf dem Programm standen unter anderem Besuche bei der Stork-Foundation, beim Auenmanagement  und im Biosphaerium.

Positive Entwicklungen gab es bei der ersten Station zu vermelden. Die Stork-Foundation setzt sich für die Renaturierung der Lebensräume von Störchen ein. In der Elbtalaue hat sich das bezahlt gemacht: Die Population der Störche hat sich stabilisiert. Und auch spezielle Vogelarten, wie etwa das Braunkehlchen sind dank der Stork-Foundation wieder im Kommen. Uwe Dorendorf zeigt sich beeindruckt: „Die Stiftung hat hier ordentlich etwas auf die Beine gestellt.“

Über die täglichen Aufgaben der Biosphärenreservatsverwaltung konnte sich Dorendorf bei einer weiteren Station in Barförde informieren. Dabei wurde deutlich: Insbesondere Sportbootfahrer und rücksichtslose Badegäste bereiten Probleme. Hierbei wünscht sich der Vertreter des Artlenburger Deichverbandes Alfred Ritters  mehr Rücksichtnahme. Kritik wurde vor allem am Bund deutlich – der kümmere sich seit Jahren zu wenig um die Wasserstraße Elbe. Ausbaggerungen fänden zu selten statt. Auf das Tapet kam auch das Thema Verbuschung. Hier hätte sich der Leiter der Biosphärenreservatsverwalzung Dr. Prüter insbesondere nach dem Jahrhunderthochwasser von 2002 einen planvolleren Umgang gewünscht. „Da wurde leider zu rigoros abgeholzt.“ Davon überzeugte sich Uwe Dorendorf im Anschluss persönlich – er sah sich sowohl die Verbuschung als auch die als Gegenmaßnahme vorgenommene Rinderbeweidung in Wendewisch an.

Wie das Biosphärenreservat den Bürgern nähergebracht werden kann, dafür ist das Biosphaerium in Bleckede ein Musterbeispiel. Klein und Groß können hier die Naturlandschaft hautnah erleben – vom Biber bis zum Storch sorgen Exponate für Verständlichkeit. Andrea Schmidt ist stolz auf ihre Ausstellung und wünscht sich vom Land vor allem mehr finanzielle Anerkennung. „Der Kostenrahmen wurde leider nicht an Tariferhöhungen angepasst.“, moniert Bürgermeister Jens Böther gegenüber Dorendorf. Und so muss das Biosphaerium für den Großteil selbst aufkommen.

Uwe Dorendorf ist am Ende des Tages beeindruckt von der Vielfalt des Biosphärenreservats und dem Engagement aller Beteiligten. Als Mangel erkennt Dorendorf, dass neben dem Naturschutz den weiteren beiden Zielen eines Biosphärenreservates nämlich der Forschung und vor allem der Regionalentwicklung zu wenig Bedeutung und Kraft gewidmet wird.

Toepffer: Mit dem Masterplan startet Niedersachsen in seine digitale Zukunft

Aus Sicht des Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Dirk Toepffer, stellt der heute (21. August 2018) vorgestellte Masterplan Digitalisierung das Fundament für die digitale Zukunft Niedersachsens dar. „Die große Herausforderung der Digitalisierung benötigt ein umfassendes und in sich stimmiges Konzept. Der Masterplan erfüllt alle an ihn gesetzten Erwartungen“, betont Toepffer. „Die Digitalisierung beschränkt sich nicht nur auf eine funktionierende Infrastruktur, sondern praktisch alle Ebenen des gesellschaftlichen Miteinanders.“

Die Stärke des Masterplans sei es, dass er in enger Abstimmung mit den Kommunalen Spitzenverbänden und unter Einbindung aller relevanten Akteure erarbeitet worden ist. Zudem werde der Masterplan kontinuierlich überarbeitet, um neue Trends frühzeitig erkennen und auf Niedersachsen anwenden zu können. „Ein starres Konzept wird der Dynamik der digitalen Transformation nicht gerecht“, ist Toepffer überzeugt. „Als CDU-Fraktion laden wir alle Niedersachsen herzlich ein, sich an den weiteren Diskussionen zu beteiligen.“

Mit den haushaltspolitischen Weichenstellungen des ersten Halbjahrs 2018 stehen heute bereits 850 Millionen der angestrebten Landesmittel in Höhe von einer Milliarde Euro zur Verfügung. „Entgegen einzelner Meinungen ist der Masterplan kein Wunschzettel, sondern ein seriös durchfinanzierter Plan für das Gigabitland Niedersachsen“, unterstreicht Toepffer. So seien für die einzelnen Projekte nicht nur konkrete Zeitpläne, sondern vielfach auch Haushaltsansätze benannt worden. „Niedersachsen ist für die digitale Zukunft gut aufgestellt. Wir schaffen nun die Rahmenbedingungen, damit unsere Unternehmen die Chancen der digitalen Transformation ergreifen können und auch künftig wettbewerbsfähig bleiben.“

Wichtig sei dabei, dass Bürgerinnen und Bürger nicht den Anschluss an das digitale Zeitalter verlieren und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die notwendigen Fort- und Weiterbildungsangebote vorfinden, damit der Schutz ihrer Arbeitsplätze dauerhaft gewährleistet ist. „Wir wollen diese Herausforderung gemeinsam angehen. Mit dem Masterplan Digitalisierung kann Niedersachsen zum Vorreiter der digitalen Transformation werden.“

Quer durch’s Land

In der vergangenen Woche reiste Uwe Dorendorf quer durch Niedersachsen. Während es am 16. August zunächst mit dem Arbeitskreis Umwelt zu dem Betrieb Alstom und der Kreisverwaltung Hildesheim ging, stand anschließend das Abgeordneten-Schießen der Landesjägerschaft in Niedersachsen auf dem Programm.

Am 17. August berichtete der Landtagsabgeordnete bei gemütlichen Veranstaltungen der Ortsverbände Clenze und Bergen von seiner Arbeit als Abgeordneter.

Den Abschluss am 18. August bildete der politische Frühschoppen beim CDU-Ortsverband Zernien.

Kai Seefried zu Gast

Lüchow-Dannenberg am Nabel der Zeit: Damit Unternehmer aus dem Landkreis auf dem neuesten Stand bleiben, hatte Uwe Dorendorf zu Gesprächen mit dem CDU-Landesgeneralsekretär Kai Seefried geladen. Mit dabei war auch MdB Eckhard Pols.

Uwe Dorendorf unterwegs

Der Landtagsabgeordnete erlebte unterhaltsame Veranstaltungen: Beim Sommerempfang der CDU-Landtagsfraktion und beim CDU-Ortsverband Dannenberg.

Zielgerichtetere Investitionen nötig

Drückende Hitze und Trockenheit – obwohl bei vielen Landwirten die Nerven blankliegen, zeigt Willi Fabel ein Lächeln. Der Landwirt ist einer von wenigen Arbeitgebern in der Gemeinde Landsatz. Und obwohl auch er Unsummen für Futterersatz  aufbringen muss, ist der Betrieb mit 280 Milchkühen nicht gefährdet. „Wir haben Glück gehabt.“, sagt der Landwirt. Vor mehreren Jahren entschied er sich, zweigleisig zu fahren. Eine Biogasanlage sei jetzt seine Überlebensgarantie. Dennoch wünscht sich Fabel in vielen Punkten ein Entgegenkommen der Politik – vor allem die durch die Düngemittelverordnung erhöhte Lagerkapazität bereite dem Betrieb Schwierigkeiten.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Uwe Dorendorf folgt den Ausführungen des Landwirts aufmerksam. Dem Politiker bereitet die Situation der Landwirte große Sorgen, deswegen steht bei seiner zweiten Sommerreise durch den Wahlkreis sein Herzensthema auf dem Programm: Agrarwirtschaft. Insgesamt drei Betriebe mit verschiedenem Profil besucht Dorendorf – Der Hof in Landatz ist als erstes an der Reihe. Einen ganzen Tag lang ist der Wendländer in seinem Wahlkreis unterwegs, um die Situation der Landwirte besser einschätzen zu können. „Nicht nur die momentane Lage der Landwirte bereitet mir Sorgen. Betriebe werden seit Jahren gegängelt.“, beklagt der Abgeordnete. Er erhofft sich von seiner Reise Impulse, wie er in Zukunft Landwirten helfen könne.

Sorgen und Nöte – die werden ganz besonders auf der zweiten Station der Sommerreise deutlich: Ständig wechselnde Auflagen, Rechtsunsicherheit bei Haltungsbedingungen – Adolf Tebel aus Prezier kann eine ganze Sinfonie von landespolitischen Maßnahmen singen, die ihm das Leben in den vergangenen Jahren erschwert haben. „Vieles ist nicht nachvollziehbar.“, brüskiert sich der Sauenhalter. Dorendorf ermutigt, spielt auf den Regierungswechsel in Hannover an: „Die neue Landesregierung wird vielen Landwirten helfen.“ Tebel nimmt Dorendorf beim Wort und bringt gleich einige Vorschläge ins Spiel: Die betäubungslose Ferkelkastration muss bis zum 01.01.2019 umgesetzt werden, aber es fehlt ein klares Signal, welche Alternative die Betriebe umsetzen sollen. Auch eine Ausweitung des Agrarinvestitionsförderungsprogramms (AFB) werde dringend für den notwendigen Umbau der Tierhaltung benötigt. Es gebe zwar Fördertöpfe, doch die Kriterien seien wesentlich zu hochgesteckt, so dass die Mittel kaum zum Einsatz kommen.  Johannes Heuer, Geschäftsführer des Bauernverbandes Nordostniedersachsen, unterstützt die Ausführungen: „Die Unsicherheit aufgrund fehlender verlässlicher Rahmenbedingungen ist groß. Gerade die Junglandwirte brauchen eine verlässliche Perspektive. Neben der Perspektiven wurde auch über die anhaltende Dürre und die schwerwiegenden Folgen für die Bauern diskutiert. Dabei stellte Heuer klar, dass eine pauschale Forderung nach Geld keine zielführende Lösung sei. Den Bauern muss vielmehr eine grundlegende Hilfestellung und die politische Weichenstellung zur Selbsthilfe gegeben werden.“

Dorendorf nimmt die Kritik auf und will sie mit in den Landwirtschaftsausschuss nach Hannover nehmen.

Wie neue Wege in der Landwirtschaft aussehen können, erfährt Uwe Dorendorf bei Bio-Landwirt Christoph Schäfer. Der Wahl-Güstritzer wurde nicht in eine Bauernfamilie hineingeboren, sondern hat nach dem Studium und einigen Praxisjahren mit Herrn Dr. Jürgen Meyer einen Partner gefunden, um selbständig einen wendländischen Hof weiterzuführen. Das Konzept der GmbH&CoKG: Bioland-Ackerbau mit spezialisierten Gemüse-Kulturen. Unter anderem Schnittlauchballen, Möhren, Rhabarber und Sellerie wachsen auf insgesamt 350 Hektar Ackerfläche. Die Bio-Produkte werden auch an regionale Verarbeiter geliefert. Die Spezialisierung auf besondere Kulturen mit viel Handarbeit könnte die Zukunft darstellen – immerhin 15 Familien können von diesem Betrieb leben.

Damit auch andere Höfe dem Klimawandel standhalten, hat Dorendorf einige Ideen, die er gerne bei seiner Arbeit im Landtag umsetzen möchte: Einerseits müsse es mehr Investitionen für Innovationen bei der Beregnung geben. Andererseits müsse generell mehr Rechtssicherheit einkehren, damit Landwirte Planungsgewissheit haben. „Wir müssen alles tun, damit kein Landwirt aus unserem Landkreis seinen Fahrersitz im Trecker gegen den Wartestuhl im Arbeitsamt eintauschen muss.“

„Landarztquote keine schnelle Lösung für Ärztemangel auf dem Land“ – CDU-Fraktion fordert Landarztzuschlag

Hannover. „Eine Landarztquote ist wenig hilfreich, um die hausärztliche Versorgung in Niedersachsen zu sichern“, sagt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Volker Meyer. „Selbst bei sofortiger Einführung würde die Quote erst ab 2030 wirken, weil die Arztausbildung mindestens elf Jahre dauert.“ Außerdem könne eine Vorabvergabe von Studienplätzen über eine Landarztquote zu einer Negativauslese und damit zu einem Arzt „zweiter Klasse“ führen. Wer die regulären Zulassungsvoraussetzungen erfülle, müsse sich schließlich nicht vorab als Landarzt verpflichten.

„Die Ärzteschaft muss selbst Anreize schaffen, um Mediziner dazu zu bewegen sich in einem unterversorgten Bezirk niederzulassen“, fordert Meyer in der Diskussion um die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung auf dem Land. „Anstelle der Landarztquote setzen wir uns daher für einen sogenannten Landarztzuschlag auf die ärztliche Vergütung ein“, so Meyer. Der Zuschlag solle eine garantierte Laufzeit von zehn Jahren haben und für Gebiete gelten, in denen der Versorgungsgrad 90 Prozent bei Hausärzten und 75 Prozent bei Fachärzten unterschreitet. „Mit einem Zuschlag von 50 Prozent auf die Vergütung könnte die ärztliche Selbstverwaltung einen finanziellen Anreiz für junge Ärztinnen und Ärzte schaffen, sich in ländlichen Gebieten niederzulassen“, ist sich Meyer sicher. Schließlich sehe auch der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR Gesundheit) seit 2014 im „Landarztzuschlag“ ein geeignetes Steuerungsinstrument der ärztlichen Selbstverwaltung, um die Versorgung sicherzustellen.

„Berufsorientierung muss mittelstandsfreundlicher werden“

Hannover. Die Berufsorientierung muss an den niedersächsischen Schulen ausgebaut und neu ausgerichtet werden. Darüber sind sich Mareike Wulf, bildungspolitische Sprecherin, und Karl-Heinz Bley, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, einig. Denn mit Blick auf das in wenigen Tagen beginnende neue Ausbildungsjahr wird zum wiederholten Male deutlich, dass Schülerinnen und Schüler nur einen sehr begrenzten Überblick über das verfügbare Angebot an attraktiven Ausbildungen in Niedersachsen haben. „Insbesondere das Handwerk und der kleine Mittelstand haben Probleme, überhaupt geeignete Interessenten für ihre Ausbildungsplätze zu finden“, betont Karl-Heinz Bley. „Dies wird gerade im ländlichen Raum zunehmend zu einer Existenzfrage für die Betriebe.“

Seit Jahren entscheiden sich rund ein Drittel aller künftigen Auszubildenden für zehn Berufsbilder, obwohl bundesweit rund 250 Ausbildungsberufe verfügbar sind. „Dieses Ungleichgewicht können wir nicht länger hinnehmen“, so Bley. Handlungsbedarf bestehe besonders in den Schulen. „Wenn wir es schaffen, bei Praktika, Projektwochen und Zukunftstagen auch einmal abseits der ausgetretenen Pfade aktiv zu werden, hätten wir schon viel erreicht“, macht Mareike Wulf deutlich. Auch sei es sinnvoll, dass Schülerinnen und Schüler stärker in Kontakt mit erfolgreichen Jungunternehmern treten. „Potenzielle Existenzgründer können bereits in der Schule Hinweise bekommen, welches Rüstzeug sie später benötigen“, sagt Wulf. Gleichzeitig könne vermittelt werden, welchen späteren Mehrwert mutmaßlich trockener Unterrichtsstoff hat. Die Digitalisierung verschärfe diesen Effekt noch. „Die Digitalisierung macht das lebenslange Lernen in vielen Berufen zum Normalfall“, unterstreicht Bley. „Wer bei jeder Fort- und Weiterbildung noch Lücken bei den Grundfertigkeiten schließen muss, wird so fast zwangsläufig abgehängt“, warnt der wirtschaftspolitische Sprecher. Hier könne eine besser aufgestellte Berufsorientierung wichtige Impulse setzen.

Wulf und Bley werben dafür, mit Blick auf den zunehmenden Trend zum Abitur die Berufsorientierung so weiterzuentwickeln, dass Handwerk und Mittelstand eine größere Bedeutung eingeräumt wird. „Handwerk und Mittelstand stellen nicht nur die große Mehrheit der Arbeitsplätze, sondern eine noch größere Mehrheit der Ausbildungsplätze zur Verfügung“, betont Bley. „Die Vielzahl der Ausbildungsberufe sollte daher mindestens einen zusätzlichen Blick Wert sein. Hier kann eine moderne Berufsorientierung in der Schule helfen“, so Wulf.

50 Jahre Naturpark Elbhöhen-Wendland

Damals war es ein umstrittenes Projekt: Am 12.07.1968 wurde der heutige Naturpark Elbhöhen-Wendland aus der Taufe gehoben. Die Verantwortlichen sorgten sich über die negativen Konsequenzen – auf dem Gebiet durfte künftig keine Industrie ansiedeln. Diese Bedenken haben sich schon lange zerstreut: Der Naturpark macht das Wendland attraktiv, lockt Touristen und sorgt für Ruhe und Naturnähe. Beim 50-jährigen Jubiläum war auch Uwe Dorendorf dabei und lobte die positiven Auswirkungen der damaligen Entscheidung auf das heutige Wendland.

 

Es geht rund: Erfolgreicher Beginn der Sommerreise

Hoher Besuch stand an: Landtags-Vizepräsident Frank Oesterhelweg hat sich auf Einladung Uwe Dorendorfs auf den Weg ins Wendland gemacht. Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch der Hochwasseranlage in Wussegel und ein Abstecher zum Jugendzeltlager der Samtgemeindefeuwerwehr Elbtalaue in Karwitz. Ein Auftakt nach Maß – alle Teilnehmer waren begeistert.