„Elbbrücke muss kommen!“

Am vergangenen Donnerstag sind mehrere Landtagsabgeordnete Uwe Dorendorfs Einladung nach Neu-Darchau gefolgt. Dort trafen sich Befürworter der geplanten Elbbrücke mit Kommunalpolitikern. Zweck des Treffens sei es gewesen, das Projekt parteiübergreifend auf die Tagesordnung zu hieven. „Wir müssen um Unterstützung im Landtag werben“, so Dorendorf.

Viele Kommunalpolitiker freuten sich über die Einladung. Sie hoffen, dass die Große Koalition in Hannover nun in die ernsthafte Planung einsteigt. Hoffnung setzen sie vor allem in die wirtschaftliche Entwicklung der Region. In den beidseits der Elbe gelegenen ländlichen Regionen würde eine Brückenverbindung vor allem eine weitere wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen. Nicht nur Amt-Neuhaus, sondern auch die links- und rechtselbischen Anrainerregionen – teilweise auch Westmecklenburgs – hätten durch die Errichtung einen infrastrukturellen Vorteil.

Auf dem vergangenen CDU-Landesparteitag hatten sich die Delegierten mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Landesregierung zum Bau der Brücke aufzufordern. Uwe Dorendorf setzt sich seither für den Bau ein, untermauert seine Forderungen: „Ein Abstand der beiden nächstgelegenen, festen Elbquerungen Lauenburg und Dömitz von circa 75 Kilometern ist unverhältnismäßig. Soziale und kulturelle Kontakte, die kurz nach der Wende
elbüberschreitend sehr intensiv waren, haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten unter dem Fehlen einer Brücke erheblich gelitten. Wir sollten mehr Brücken und weniger Mauern bauen.“ Auch für die öffentliche Versorgung durch Polizei und Rettungsdienste hätte die kürzere Verbindung gravierende Vorteile, so Dorendorf.

Doch: Die Brücke stößt nicht nur auf Gegenliebe. In Neu-Darchau hat sich eine Bürgerinitiative gegen das Bauwerk formiert. Dorendorf möchte sich damit auseinandersetzen: „Natürlich bedeuten solche Bauprojekte immer auch Nachteile aufgrund von Durchgangsverkehr und Einschnitten in die Natur.“ Der Landtagsabgeordnete sei sich sicher, einen guten Mittelweg für das Bauwerk zu finden, sodass Belange der Anwohner auf der einen und Interessen der gesamten Region auf der anderen Seite in einen angemessenen Ausgleich gebracht werden können. Der Landtagsabgeordnete zeigt sich gesprächsbereit, hofft auf einen Dialog mit den Gegnern: „Meine Telefonnummer ist im Internet zu finden.“